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Obere AtmosphäreBasis |
Einheit 2
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Ebenso faszinierend ist die Geschichte des Ozonloches, seiner Entdeckung, dem Verständnis der Chemie, die dahinter steckt, der Gegenmaßnahmen und der Hoffnung, dass es sich allmählich wieder schließt. In dieser Basis-Einheit erklären wir die Grundlagen, ohne allzu viel Chemie vorauszusetzen. Die Entdeckung des LochsIn den 70er Jahren wurde die Ozonschicht über der Antarktis von der British Antarctic Survey Station beobachtet und eine starke Abnahme der Ozonkonzentration festgestellt. Legenden ranken sich um die Entdeckung des Ozonloches.
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So sollen zur Zeit der ersten Messungen 1985 die Werte so niedrig gewesen sein, dass man den Messinstrumenten nicht mehr traute und die dramatische Entdeckung nicht eher bekannt geben wollte, als neu eingebaute Instrumente sie bestätigten. Auch beobachtete schon das "total ozone mapping spectrometer" TOMS vom Weltall aus die Ozonschicht. Doch blieb, so sagt man, das Loch hier unbemerkt, da eine Korrekturmaßnahme sehr niedrige Werte als Messfehler einstufte. Erst die Nacharbeitung der Rohdaten bestätigte die Wahrheit, die zunächst niemand glauben wollte. Binnen weniger Jahre wurde intensiv geforscht, frühe Mahnungen vor möglichen Auswirkungen der FCKW wurden wiederentdeckt, deren Reduktion und schließlich weitgehendes Verbot im Montrealer Protokoll und in Folgeprotokollen beschlossen. Das Ozonloch machte uns wohl erstmals wirklich dramatisch bewusst, dass der Mensch überregional in natürliche Gleichgewichte in der Atmosphäre und im Weltklima eingreift. Erstmals wurden hier auch rasche weltweite Konsequenzen gezogen.
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Materialien u.a. aus den ESPERE Seiten zum Ozonloch wurden von Markus Seidl zu einem Seminarvortrag zum Ozonloch zusammengefasst. Der Vortrag + Begleitdateien sind HIER in der Linkliste abrufbar.About this page:author: Dr. Elmar Uherek - MPI for Chemistry, Mainz |