
KLIMA AKTUELL |
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The day |
Die Welt im Wandel ...Wir sind uns bewusst, dass wir zu viel emittieren und zu sehr nach Wachstum streben. Der durchschnittliche Westeuropäer entläßt pro Jahr etwa 10 Tonnen Kohlendioxid (BRD: 10,5) in die Luft. Schon jetzt läßt sich eine Erderwärmug nicht mehr vermeiden, da die Luft heute bereits 30% mehr CO2 enthält (370 ppm), als für unser bislang stabiles Warmzeit-Klima über Jahrtausende typisch war. Um zu vermeiden, dass dieser Wert weiter steigt, darf jeder Erdbewohner jährlich nicht mehr als 1-2 Tonnen Kohlendioxid emittieren. 2 Tonnen entsprechen dem Hin- und Rückflug (pro Passagier) für einen Australienurlaub.
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Intelligenter Wohlstand für alleIn einer in Wirtschaft und Kommunikation verbundenen Welt kann ein Wohlstand in Frieden für alle nur ein intelligenter Wohlstand sein. Dies bedeutet zum einen systematische Reduktion von Emissionen aber auch Investitionen in CO2-neutrale Energien, auch wenn diese in der Anfangsphase noch teurer sind. Ein Fortschreiten des Wohlstandes, wie wir ihn derzeit in Europa und Nordamerika praktizieren, führt unweigerlich zu einem dauerhaften und in seinen Folgen unkalkulierbaren Klimawandel. Denn das derzeitig verfügbare Wissen um die Zukunft unseres Klimasystems deutet klar darauf hin, dass das von uns während der letzten 50 Jahre insbesondere in den Industrieländern in Anspruch genommene Zuviel an Luxus dadurch erkauft wird, dass wir die Lebensverhältnisse unserer Kinder und deren Kinder erheblich verschlechtern. Wir haben uns bislang nicht durchgreifend entschlossen, hieran etwas zu ändern. Intelligentes und verantwortungsvolles Verhalten besteht darin, unseren Konsum und unser Verständnis von Lebensqualität so auszurichten, dass wir guten Gewissens sagen können: "Wenn jeder andere Bewohner der Erde dasselbe für sich in Anspruch nimmt, was ich beanspruche, dann sind die verfügbaren Ressourcen nicht gefährdet. Auch müssen die nächsten Generationen keine dauerhaft nachteiligen Veränderung ihrer natürlichen Umwelt befürchten und werden keine hierdurch verursachten Schäden (mehr Dürren, Fluten, Stürme) und soziale Probleme (Kampf um Nahrung, zunehmendes soziales Ungleichgewicht, Massenabwanderung aus klimatisch benachteiligten Regionen) erleiden."
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Über diese Artikelserie:Autor: Dr. Elmar Uherek, Max-Planck-Institut für Chemie, Mainz
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