
![]() |
![]() |
Projekt Klimawissen - begreifen messen vernetzen |
![]() |
![]() |
|
WärmetransportUm einen Liter Wasser um 1°C zu erwärmen muss viel mehr Energie aufgewendet werden als wenn man einen Liter Luft um 1°C erwärmt. Man braucht deshalb soviel mehr Energie, weil Wasser eine viel höhere Wärmekapazität besitzt als beispielsweise Luft. Gleichzeitig kann Wasser auf Grund dieser Wärmekapazität Wärme viel besser speichern. Auf der Erde wirkt sich die Wärmekapazität des Wassers folgendermaßen aus: Wasseroberflächen wie Seen und Meere speichern tagsüber die Sonnenenergie in Form von Wärme und geben diese nachts, wenn die Luft abkühlt, wieder ab. Riesige Wassermassen wie Meere und Ozeane speichern nicht nur die Wärme eines Tages, sondern nehmen die höhere Energie der Sonne über die ganze warme Jahreszeit hinweg auf. In der kalten Jahreszeit geben sie dann die Wärme wieder ab. So haben Wasseroberflächen auch einen Effekt auf das Klima. Meere und Ozeane mildern den Winter in Küstennähe ab (Seeklima) und es wird nicht so kalt wie Regionen, die weit im Land liegen (Kontinentalklima), da das Wasser seine Wärme an die Luft abgibt.
|
Die hohe Wärmekapazität des Wassers ist eine Eigenschaft, die sich die Menschen schon länger zu nutzen gemacht haben. Zentralheizungen z.B. funktionieren deshalb, weil Wasser in einem Kessel erhitzt wird, welches dann durch Rohrleitungen zu den Heizkörpern fließt. Hier gibt das Wasser seine gespeicherte Wärme ab und erwärmt somit den Raum. |
![]() |
|
Im Klimahaus® Bremerhaven 8°Ost verdeutlicht eine Badezimmerwand mit Heizkörper und Wasserleitung vom Beuler zum Heißwasserhahn, wie die Wärmekapazität des Wassers im Haushalt genutzt wird. Übrigens im Nordatlantik z.B. werden etwa 15 Peta-Watt (1 PW = 1015W) Wärme nach Norden transportiert. Das entspricht ungefähr der elektrischen Leistung von 10 Mio. Kernkraftwerken. Verwandte SeitenMehr darüber, wie die Ozeanströmungen Wärme über die Erde verteilen, erfährst Du auf folgender Seite: Ozeane - Basis - Einheit 1 - Ozeanzirkulation
|