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Negative Auswirkungen
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Die bekanntesten Beispiele für die globalen Auswirkungen durch konstante Luftbelastung sind der Treibhauseffekt und das Ozonloch. Die am besten bekannten lokalen Auswirkungen sind Smog und saurer Regen. Smog betrifft vor allem die Bewohner der Städte, hohe Ozonwerte (Sommersmog) auch das Umland der Städte. Luftverschmutzungen sind oft eine Belastung für unsere Gesundheit und richten wirtschaftlichen Schaden an. |
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Betrachten wir das Geschehen in der Stadt genauer. Emissionen aus verschiedenen Quellen führen zu erhöhten Konzentrationen der folgenden Gase und Chemikalien in der Stadtluft: Schwefel- und Stickstoff-Oxide sowie Kohlenwasserstoffe (vor allem aus Raffinerien und Verkehr), Kohlenmonoxid und Schwermetalle (aus Verkehr und Industrie), Staub und Ruß. Der Anteil dieser Verunreinigungen an der Gesamtbelastung schwankt. So spielen Schwefelverbindungen in den höher entwickelten Ländern eine geringere Rolle. Die Konzentration der Luftverunreinigungen, welche der Imission entspricht, entscheidet über die Luftqualität.
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SmogIn vielen Städten überschreitet die Luftverschmutzung immer wieder die erlaubten Richtkonzentrationen und ein so genannter Smogalarm wird ausgerufen. Das Wort Smog hat seinen Ursprung in den englischen Begriffen smoke (= Rauch) und fog (= Nebel). Der Begriff wurde um 1911 von dem Physiker Harold des Voeux gesprägt. Wir unterscheiden in zwei Hauptarten von Smog: den London-Smog und den Los Angeles-Smog.
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- Los Angeles Smog (photochemischer Smog)
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Staub und RußEine weitere Last in den Städten sind Staub und Ruß. Für das Jahr 1999 wurde eine Konzentration an Partikeln von weniger als 10 Mikrometer Größe (sog. PM 10 Fraktion) gemessen von 21,8 µg/m3 in London, 29,5 in Budapest, 43,3 in Rom, 44,4 in Sevilla und 45,4 in Krakow. Zum Vergleich hierzu: In den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts betrug die Konzentration in Krakow im Jahresmittel mehr als 100 µg/m3 und überschritt im Winter sogar 200 µg/m3. Der Rückgang in der Belastung ist in Krakow auf sinkende Produktion bzw. Modernisierung in einem Stahlwerk und einem Kraftwerk zurückzuführen.
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GrenzwerteFür jede Verunreinigung in der Luft hat man sich auf Grenzwerte geeinigt, die zur Vermeidung von Gesundheitsproblemen nicht überschritten werden sollten. Für die Staaten der Europäischen Union lassen sich solche Grenzwerte in den Richtlinien nachlesen, die vom Europäischen Rat beschlossen wurden. Informationen finden sich in Council Directive 96/62/EC vom 27. September 1996. Detailregulierungen stehen in drei weiteren Council Directives: 1. 1999/30/EC vom 22. April 1999; 2. 2000/69/EC vom 16. November 2000 und 3. 2002/3/EC vom 12. Februar 2002.
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Für Stickstoff-Dioxid (NO2), Schwefeldioxid (SO2), Blei (Pb) und Partikel mit weniger als 10 µm Durchmesser (PM10) werden die Grenzwerte als Jahresmittel angegeben. Dies bedeutet, dass die Konzentration an bestimmten Tagen den Grenzwert überschreiten darf, wenn sie an anderen deutlich niedriger ist. Die Grenzwerte für Schwefeldioxid und Blei sind deutlich niedriger, als die für NO2 und PM10, da die Stoffe schon in kleinen Mengen eine stark gesundheitsschädigende Wirkung haben.
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Für Ozon (O3) und Kohlenmonoxid (CO) werden als Grenzwerte 8-Stunden-Mittelwerte definiert. Die Gase sind für Menschen schon in kleinen Mengen und bei kurzer Expositionszeit (die Zeit, die man dem Gas ausgesetzt ist) giftig oder gesundheitsschädigend. Wie wir sehen, sind die erlaubten Mischungsverhältnisse für Ozon niedriger, als für CO. Ozon in den bodennahen Luftschichten stellt eine Gesundheitsgefahr dar, während es in der Ozonschicht in 20-40 km Höhe für unser Leben notwendig ist.
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AlarmstufenFür NO2, SO2 und O3 gibt es zusätzlich zu den Grenzwerten auch kritische Werte, bei deren Überschreitung eine Warnung an die Bevölkerung herausgegeben werden muss (z.B. Ozon-Alarm). Hierbei handelt es sich um 1-Stunden Mittelwerte. Werden sie überschritten, so müssen die zuständigen Behörden die Bürger informieren und Maßnahmen zur Reduzierung der Schadstoffe in der Luft ergreifen. Dies kann z.B. das Verhängen von Fahrverboten sein oder die Anordnung, bestimmte industrielle Prozesse vorübergehend einzustellen.
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Verwandte Seiten: Werden in den Städten Treibhausgase wie CO2 oder die Ozonschicht abbauende Chemikalien (z.B. FCKW) freigesetzt, so sind die Auswirkungen global. Weitere Informationen hierzu in: |
About this page:Authors: Pawel Jezioro, Anita Bokwa - Jagiellonian University - Cracow / Poland
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