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Wie ändern
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Einheit 2:
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KlimawandelDas zukünftige Klima wird teilweise davon mitbestimmt werden, wie viele Treibhausgase wir emittieren. Dies wiederum hängt unter anderem von der zukünftigen Weltbevölkerung und vom Verbrauch an fossilen Brennstoffen ab. Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) (Lies mehr über das IPCC und klicke hier) hat erforscht, wie weitreichend die zu erwartenden Klimaänderungen sein können. Tun wir nichts, um die Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren, so erwarten wir nach Abschätzungen des IPCC (AR4 2007) für das Jahrzehnt 2090-2099 im Vergleich zum Zeitraum 1980-1999: |
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Mehr über IPCC's Zukunftsszenarien findest du hier.
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* Die gegenwärtigen Modelle zur Berechnung von Wachstum oder Schmelzen der riesigen Eismassen in Grönland und in der Antarktis sind nicht in der Lage, derzeit beobachtete Veränderungen nachzuvollziehen. Anders als im Weltklimabericht 2001 wurde daher der Eisfluss aus diesen Eischilden nicht in den Meeresspiegelanstieg eingerechnet. Es kann somit nicht ausgeschlossen werden, dass der Meeresspiegel doch schneller steigt. Wir wissen nicht genug darüber. |
Treibhausgase sind mit den anderen Gasen in der Luft gut vermischt. Nachdem sie emittiert wurden, verweilen sie nicht am gleichen Ort, sondern verteilen sich gleichmäßig in der Atmosphäre. Einmal vorhanden, verweilen sie eine lange Zeit. Von daher werden nicht die größten Emittenten auch am meisten unter dem Klimawandel leiden. Die schwerwiegendsten Konsequenzen eines verstärkten Treibhauseffektes werden wahrscheinlich gerade an Orten auftreten, die fern von den hauptsächlichen Emissionsquellen liegen. Was werden die Konsequenzen sein?Die Auswirkungen der globalen Erwärmung werden von Ort zu Ort variieren. Das Wetter kann trockener oder feuchter, wärmer oder kälter, mehr oder weniger windig sein. Europa wird generell wärmer werden, insbesondere im Winter. Im nördlichen, östlichen und mittleren Europa werden ansteigende und heftigere Regenfälle Überflutungen zu einem größeren Problem machen. Gleichzeitig können wir im Süden des Kontinents mit häufigeren Trockenperioden rechnen, da weniger Niederschlag fallen, die Verdunstung aber steigen wird. Die Karten zeigen, wie sich das Klima in Europa verändern könnte.
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2. ÜBERALL WÄRMER: Wie sich die Temperatur in Europa auf Grund der globalen Erwärmung entwickeln könnte ... Die Karte links zeigt die mittleren Jahrestemperaturen, die im Zeitraum 1961-1990 mit dem Thermometer gemessen wurden. Die rechte Karte zeigt, welches die mittleren Temperaturen im Zeitraum 2071-2100 sein könnten. Sie wurde mit einem Klimamodell berechnet. Freilich sind solche Zahlen unsicher und ein anderes Modell kann zu anderen Werten führen. Auch hängt das Ergebnis davon ab, welche Emissionen an Treibhausgasen man für die Zukunft annimmt.
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3. SOWOHL NASS ALS AUCH TROCKEN: Wie sich in diesem Jahrhundert der Niederschlag (Regen und Schnee) in Europa auf Grund der globalen Erwärmung ändern könnte ... Die linke Karte zeigt Änderungen des Niederschlags im Winter, die rechte Karte im Sommer. Die Werte wurden mit Hilfe eines Klimamodells berechnet. Auch hier gilt, dass die Werte von Modell zu Modell verschieden sein können und von den angenommenen Treibhausgas-Emissionen abhängen.
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Tiere und Pflanzen müssen sich neue Lebensräume suchenÄnderungen im Klima betreffen auch die Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen sowohl für die einzelne Art als auch für ein ganzes Ökosystem. Viele Arten werden nicht gedeihen, wenn ihr Lebensraum trockener, kälter, feuchter oder wärmer wird. Einige werden in neue Lebensräume abwandern, andere mögen aussterben. Am verwundbarsten sind die Arten, die sich an eine ganz bestimmte Umgebung angepasst haben. Ein wärmeres Klima wird dazu führen, dass sich die Tier- und Pflanzenwelt weiter in Richtung der Pole oder höher hinauf in die Berge bewegt. Arten, die schon in diesen Regionen leben, sind besonders betroffen, da ihr Lebensraum beschnitten wird und sie keine Fluchtmöglichkeit haben. Wer im Hochgebirge lebt, kann nicht höher als auf den Gipfel. In den Polarregionen wird das Seeeis im Frühling früher schmelzen und sich im Herbst später bilden. Das hat schwerwiegende Konsequenzen für die Tiere, die auf oder am Eis leben (z.B. Eisbären oder Robben).
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Beobachtungen haben gezeigt, dass die Erwärmung über die letzten 30 Jahre bereits Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt in Europa zeigen. So haben z.B. einige Vögel und Schmetterlingsarten ihren Lebensraum erweitert. Eine Studie des Pflanzenwachstums im Frühjahr belegt, dass sich Knospung und Blüte bei mehreren Arten um etwa 2-5 Tage pro Jahrzehnt nach vorne verlegt haben. Auch der Vogelzug und die Eiablage der Vögel begannen während der letzten 50 Jahre früher, auch hier um jeweils 2-5 Tage pro Jahrzehnt. Arten, die sich speziellen Klimabedingungen angepasst hatten, sind pro Dekade um ca. 6 km in Richtung der Pole gewandert oder 6 m höher in die alpinen Regionen. Ein entscheidender Faktor, wie Tiere und Pflanzen den Wandel überstehen werden, ist die Frage, wie schnell die Erwärmung erfolgt. Je länger die Zeit, die für eine Anpassung bleibt, desto höher die Chance, dass sie erfolgreich sein wird. Eine schnelle Erwärmung und plötzliche Klimaveränderungen geben den einzelnen Arten weniger Zeit, als ein langsamer und allmählicher Wandel.
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