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Menschen ändern Klima
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1. mensch-gemachter Klimawandel?
- Konzentrations- änderungen
- Klima- änderungen
- Trägheit des Klimas
- Rückkopplungs- effekte
- Abrupte Änderungen
* Arbeitsblatt 1
* Arbeitsblatt 2
2. Wie sieht die Zukunft aus?
3. Wie Klimawandel verhindern?
Klimawandel 2007
     
 
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1. Menschgemachter Klimawandel?

Abrupte Änderungen

Die Geschichte der Erde kennt viele Beispiele plötzlicher Klimaänderungen. Während der letzten Eiszeit, die vor etwa 10.000 Jahren endete, kam es etwa alle 1000 Jahre zu abrupten Änderungen im Klima.

 

 

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Wissenschaftler haben tief in den inneren Eispanzer Grönlands gebohrt und Eisschichten analysiert, die dort seit mehreren zehntausend Jahren liegen. Diese Analysen zeigen, dass sich mehrmals die Durchschnittstemperatur in Grönland um 8-16°C geändert haben muss und dies über einen Zeitraum von nicht mehr als ein bis zwei Jahrzehnten.  Seit dem Ende der Eiszeit ist das Klima wesentlich stabiler geworden. Allerdings gab es immer noch leichte Klimaschwankungen wie die sogenannte 'Kleine Eiszeit' in Europa (zwischen 1400 und 1850).

 

Ursachen plötzlicher Änderungen

Eine allmähliche Erwärmung der Erde - zum Beispiel auf Grund stärkerer Sonnenstrahlung oder eines steigenden Treibhauseffektes - kann zu schlagartigen Änderungen im Klimasystem führen, wenn eine 'Schwelle' erreicht wird. Man vermutet z.B., dass es zu den plötzlichen Änderungen während der Eiszeit kam, als große Ströme an Schmelzwasser von den Gletschern nicht mehr in die Ozeane flossen. Hierdurch kam es zu Veränderungen in den großen Ozeanströmen, die Wärme nach Nordeuropa transportieren. Nach der Meinung von Wissenschaftlern ist es unwahrscheinlich, dass wir so dramatische Änderungen in den Ozeanströmen erleben werden wie während der Eiszeit. Aber es ist nicht auszuschließen, dass sich deren Stärke relativ rasch ändert und so eine schnelle Umstellung der Klimaverhältnisse in Europa ausgelöst wird.

Eine andere mögliche Ursache plötzlicher Änderungen sind die riesigen Mengen des Treibhausgases Methan (CH4), die im gefrorenen Boden der arktischen Regionen gefangen sind. Sollte die Erderwärmung dazu führen, dass der Permafrostboden taut und das Methan freigesetzt wird, so kann es zu einer sehr schnellen weiteren Erwärmung kommen.

 

Sommertemperatur

1.  ABRUPT: Rekonstruierte Sommertemperaturen in den Scandes Bergen (Schweden) über die letzten 10.000 Jahre. Die Kurve zeigt eine plötzliche Kälteperiode vor etwa 8.200 Jahren. Dieses Ereignis findet sich auch in den Temperaturrekonstruktionen anderer Orte in Europa und in Eisbohrkernen aus Grönland wieder. Möglicherweise war es durch eine Änderung in den Ozeanströmungen verursacht. Ursache könnte z.B. ein große Menge Frischwassers sein, die sich nach der Eiszeit hinter den schmelzenden Eismassen Nordamerikas gestaut hat und plötzlich zu den Ozeanen durchgebrochen ist. Solche Rekonstruktionen sind möglich, da bekannt ist, welche Temperaturen Pinienbäume zum Wachsen benötigen. Je nach der Höhe im Gebirge, die die Bäume zu bestimmten Zeiten noch besiedeln konnten, kann auf die Temperatur geschlossen werden. Je höher die Bäume ins Gebirge vordringen, desto milder das Klima.
Quelle: Dahl and Nesje, The Holocene 6(4) 381-398 
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Modellierung plötzlicher Änderungen

Klimamodelle werden am besten angewandt, um allmähliche Änderungen durch die ansteigende Konzentration von Treibhausgasen vorherzusagen. Sie sind meist nicht in der Lage, plötzliche Änderungen vorherzusehen. Die Wahrscheinlichkeit schlagartiger Änderungen zu berechnen, ist extrem unsicher, insbesondere, da wir nicht wissen, wo die 'Schwellenwerte' für einen Klimaumschwung liegen und welche weiteren möglichen Ursachen es gibt. Wir wissen daher wenig, wann, wo und wie eine plötzliche Klimaänderung als Folge der allmählichen Erwärmung der Atmosphäre auftreten kann.

 

Konsequenzen plötzlicher Änderungen

Plötzliche und unerwartete Klimaänderungen haben oft schwere Konsequenzen. Schneller Wandel gibt uns keine Zeit zur Vorbereitung. Für Tiere und Pflanzen sind abrupte Änderungen besonders schwerwiegend, gerade für Arten, die lange Lebenszeiten haben und nicht sehr mobil, speziell an eine Umgebung angepasst sind oder in anderer Weise kaum Möglichkeiten haben, sich anzupassen. Können sie sich bei einem plötzlichen Wandel nicht umstellen, so droht ihnen das Aussterben.

 

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About this page:
Author: Camilla Schreiner - CICERO (Center for International Climate and Environmental Research - Oslo) - Norway.
Scientific reviewers: Andreas Tjernshaugen - CICERO (Center for International Climate and Environmental Research - Oslo) - Norway - 2004-01-20 and Knut Alfsen - Statistics Norway - Norway - 2003-09-12.
Educational reviewer: Nina Arnesen - Marienlyst school in Oslo - Norway - 2004-03-10.
Last update: 2004-03-27.
Translation: Elmar Uherek - MPI für Chemie, Mainz

 

 

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last updated 25.02.2006 20:16:00 | © ESPERE-ENC 2003 - 2013